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Kant: Aufklärung und Mündigkeit
Der pädagogische Begriff von
Mündigkeit beschränkt sich nicht nur auf die Übernahme von Verantwortung im Erwachsenenleben oder das Erreichen juristischer Volljährigkeit, er meint darüber hinaus die Vorstellung vom freien und autonomen Menschen, der politisch partizipiert, sich selbst und seine Umwelt reflektiert und sein Leben aktiv gestaltet. Dabei steht die Erziehung zur Mündigkeit in einem historischen Kontext und kann seit der Zeit der Aufklärung als ein klassisches Bildungsideal betrachtet werden.
Immanuel Kant beschreibt Mündigkeit durch ihr Antonym:
„Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Anleitung eines anderen zu bedienen“ (Kant, S. 481). Im Umkehrschluss bedeutet Mündigkeit also die Fähigkeit, das eigene Denken und Handeln selbstbestimmt und frei von äußerer Einflussnahme gestalten zu können.
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